„Impfung“ für kokainsüchtige Morphinisten

Einen neuen Impfstoff gegen die Kokainsucht testet eine Gruppe US-amerikanischer Forscher in Brasilien und publizierte jüngst eine Verfolgsmeldung: Bei einem Drittel der Probanden senke der experimentelle, nirgends zugelassene Stoff die Menge an Kokain im Urin. Unerwähnt bleibt z. B. in diesem Bericht, dass es sich um Probanden mit polymorpher Dependenz handelt: Es wurden ausschließlich auf Methadon eingestellte, auch opiatabhängige Kokainsüchtige getestet. Überdies verflüchtigt sich die Wirkung des neuartigen Präparats, welches den Kokain-„Glücksbotenstoff“ molekular verklumpen und unbrauchbar machen soll, nach wenigen Wochen. Es muss daher beständig nachgeimpft werden.

Von unserem therapeutischen Standpunkt aus betrachtet ist solche substanzistisch orientierte Suchtforschung, die dem Schwarzmarkt das Geld zu entziehen versucht, indem sie den Wirtschaftsfaktor Abhängigkeitstörung in die eigene Tasche zu manövrieren trachtet, völlig nutzlos. Der tatsächliche Zusatz-Benefit für die Gesellschaft ist nahezu nichtig. Sie macht auch erkennbar, wie beliebig in der Öffentlichkeit eine beständig aufzufrischende Medikation als Impfung verkauft wird. Und wie üblich zuletzt kommt die Frage, was das alles mit dem Versuch zu tun hat, den dependenzgestörten Menschen von seiner Sucht zu befreien.

PubMed-Link zur Studie

Panzer gegen die Angst

df// NARZISSMUS // ANOREXIA ATHLETICA // Als die Lehman-Brüder 2008 mit ihrer Pensionskasse abhausten, begann die vielbeklagte Weltwirtschaftskrise. Jetzt zeigen sich im Noch-EU-Finanzzentrum Großbritannien erste nachhaltige Effekte. Der britische Medienwissenschafter Dr. Jamie Hakim hat in seiner empirischen Studie „The Spornosexual“ seit dem Wegfall des Finanzsektors als sicherer Karriereoption ein enormes Anwachsen jener Zahl junger britischer Männer beobachtet, die mit strenger Ernährung und konsequentem Training ihre Körpermuskulatur perfekt ausdefinieren, um ihre Posterboy-Bodys dann in sozialen Medien als „Markenzeichen“ zur Schau zu stellen. Daraus schöpfen die Jünglinge Selbstwert und bestenfalls sogar Wert, wenn ein Werbepartner oder Sponsor einsteigt. Immer mehr junge Briten trainieren also ausschließlich für das äußere Erscheinungsbild und nicht wegen Gesundheit und Fitness. Viele trainieren viel zu hart und verwenden Doping-Präparate, Verletzungsgefahr und Langzeitschäden drohen. Geld verdienen damit die wenigsten. So wird sehr stark ausgeprägte Muskulatur immer mehr zum Armutszeugnis. Vom therapeutischen Standpunkt aus eine problematische Entwicklung: Hier geraten stark ausgeprägte Minderwertigkeitskomplexe und Versagensängste in den Mühlen der sozialen Medien zur Massenneurose.

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Sterbe-Epidemie unter Amerikanern mittleren Alters

rat-raceDer Artikel beschreibt ein auffälliges Ansteigen von Ablebensfällen unter 45- bis 56-jährigen nordamerikanischen Staatsbürgern, das an Brisanz bereits die AIDS-Statistiken überholt hat. Man vermutet die Schuld bei zu reinem Heroin, zu starken und zu leicht zugänglichen Schmerzmitteln und vergleichbaren Gründen. Ob auch die unnachhaltige Lebensart US-amerikanischer Konvenienz dazu beitragen könnte?

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Dreifaches Geisteskrankheits-Risiko bei Tabakrauchern

Featured imageWieder hat eine Studie einen auffälligen Zusammenhang zwischen Rauchern und psychischen Erkrankungen festgestellt: Diesmal korrelliert das Tabakrauchen – bzw. die substanzielle Nikotinabhängigkeit – mit einer dreifach höheren Wahrscheinlichkeit, an einer Psychose oder an Schizophrenie zu erkranken. Auch hier zeigt sich überdeutlich der hochgradige Bedarf für effiziente Abhängigkeitstherapieformen in unserer Gesellschaft.

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Räuchern entfernt Baktieren

Featured imageRäucherstäbchen, Weihrauch, Räucherschalen – alles Hokuspokus? Tatsächlich ist der Nutzen des Räucherns belegt, und das sogar schon seit Jahren: Bereits 2007 veröffentlichte das Journal of Ethnopharmacology die Ergebnisse einer indischen Studie namens “Medicinal smoke reduces airborne bacteria”, welche deutliche Anzeichen dafür fand, dass das Ausräuchern eine der effizientesten Techniken zum dauerhaften Entfernen gesundheitsschädlicher Keime aus der Atemluft in abgeschlossenen Räumen darstellt.

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Die Hanfbatterie schlägt alle Konkurrenten

Featured imageEs klingt unglaublich: Abfälle aus industriellem Hanf wurden von einem Team um Dr. David Mitlin an der University of Alberta (USA) in zwei Stufen erhitzt, wobei Nano-Karbonschichten entstanden, die als Elektroden in Energiespeicherzellen bessere Ergebnisse erzielen als das bisher führende, nur sehr kostenaufwändig herstellbare Graphen. Mitlin hat bereits ein Unternehmen gegründet und sucht vermutlich Investoren.

Artikel auf der Website der ACS HIER.

Website der Hersteller HIER.

Pressemeldung HIER.